Zu einem Besuch der Hauptschule waren die beiden Landtagsabgeordneten Bernhard Roos und Martin Güll nach Hauzenberg gekommen. Für Güll, Mitglied des Bildungsausschusses im Landtag, war es wichtig, in der Schulpolitik „direkte, praktische Werte vor Ort“ zu erhalten, um diese in die politischen Initiativen einfließen zu lassen. Für Roos war zentral, das „Negativ-Image der Hauptschulen“ zu korrigieren.
Die Hauptschule Hauzenberg scheint davon jedoch kaum betroffen zu sein. „Wir haben die Herausforderungen angenommen und vor 5 Jahren begonnen, unsere Schule zu reformieren“, berichtet Schulleiter Hans Simmerl.
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Die Ganztagsschule wurde eingeführt und das Sportangebot erweitert. Die Schule kooperiert mit den örtlichen Sportvereinen und qualifizierten Trainern und kann so ihren Schülern ein attraktives Sportangebot anbieten. Fußball und Tischtennis haben den größten Zulauf, aber auch Tanzen, Gerätturnen, Karate, Klettern und seit kurzem auch Mountainbiking sind bei den Schülern sehr beliebt. „Wir möchten an unserer Schule gesunde, glückliche und leistungsfähige Schüler erziehen und ausbilden, und wir nützen dabei die Möglichkeiten, die der Sport bietet.“ So Schulleiter Simmerl. In den Sportstunden sollen auch die Voraussetzungen geschaffen werden für das Lernen und Disziplin, Konzentration, Durchhaltevermögen und Teamfähigkeit gefördert werden. Dass die Schüler von dieser Fokussierung auf den Sport profitiert haben zeigen auch die Ergebnisse in den Abschlussprüfungen, die sich von Jahr zu Jahr verbessert haben und den Schülern gute Chancen auf dem Lehrstellenmarkt eröffnen. Der „gute Geist“, der an dieser Schule herrscht und Besucher immer wieder erstaunt, ist auch diesem Sportkonzept geschuldet. Die beiden Abgeordneten stellten Simmerl das neue Bildungskonzept der SPD vor. Im Kern, so MdL Roos, gehe es darum, mehrere Schulniveaus heimatnah anzubieten. Roos forderte eine durchdachte Gesamtkonzeption: „Wir brauchen eine richtige und gute Schulreform und dann muss Ruhe herrschen und nicht ständig wieder die ‚Reform der Reform‘ veranstaltet werden, wie dies die bayerische Staatsregierung derzeit betreibt.“ Für Güll ist es wichtig, mit dem „jetzt entstehenden Zentralismus“, welcher von der Schulpolitik der CSU verursacht wird, zu brechen, auch weil dieser enormen volkswirtschaftlichen Schaden in sich berge. So sei es wenig sinnvoll, einerseits Schulhäuser veröden zu lassen, andererseits aber Millionen für den Neubau von Schulhäusern auszugeben.
