Caritas heilt Eltern- und Kinderseelen

Presse

Im Rahmen der Aktion „Familienwoche“ der BayernSPD-Landtagsfraktion besuchte MdL Bernhard Roos die Familienberatung der Passauer Caritas. Die seit 1955 bestehende Beratungsstelle in der Ostuzzistraße ist Ansprechpartner für Eltern und Sorgeberechtigte, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Stadt und Landkreis Passau. Empfangen wurde der Abgeordnete von Leiter Albert Meindl, stellvertretender Leiterin Barbara Matuschek und den Mitarbeitern Rosi Stampflmeier, Elisabeth Auer und Dietmar Wagner. Insgesamt beschäftigt die Beratungsstelle 11 Fachkräfte, vor allem Psychologen und Sozialpädagogen mit therapeutischen Schwerpunkten. Deren Hauptaufgabe sei es, kostenfrei und vertraulich zu informieren, beraten und zu fördern, führte Albert Meindl aus. Dabei sei unabhängig von Konfession und Nationalität Jeder willkommen.

 

Die Arbeit geschehe in Einzelberatungen, therapeutischen Angeboten, Gruppensitzungen und öffentlichen Vorträgen. Bei der Beratung sei es wichtig, dass diese möglichst frühzeitig und unmittelbar in Anspruch genommen werden kann, um krisenhafte Zuspitzungen in Familien vorzubeugen. Dabei werde bei verschiedensten Problemen geholfen: Hilfe für Eltern bei Scheidung, Unterstützung für Kinder von physisch oder psychisch kranken Eltern, für minderjährige Schwangere, Familien mit Gewalterfahrung, Jugendliche in Adoleszenz-Krisen oder Familien mit behinderten Kindern. Auch einfache Erziehungshilfen werden angeboten. Insgesamt werde das Angebot gut wahrgenommen, konstatierte Albert Meindl. Die Hemmschwelle, sich bei privaten Problemen in der Familie beraten zu lassen, habe abgenommen. Auf die Frage des Abgeordneten, welche Entwicklungen das Team der Caritas in der Gesellschaft beobachte, führte Rosi Stampflmeier aus:“ Die psychischen Krankheiten nehmen zu. Eltern stellen an sich oft hohe Anforderungen. Viele wollen ihre Kinder anders erziehen, als sie selbst erzogen wurden. Man will weniger streng sein, weiß aber nicht wie Erziehung dann funktioniert. Es fehlen mögliche Vorbilder, an denen sich Eltern alternativ zu ihrer eigenen Kindheit orientieren können.“. Meindl fügte hinzu:“ Die Überforderung der Eltern ist ein Standardthema bei uns. Dass sich Eltern heute ihrer Funktion als Erzieher bewusster sind und engagiert bei der Sache, ist grundsätzlich gut. Alte Rituale haben ausgedient. Neue Rituale zu finden ist aber eine mühsame Angelegenheit.“ Dietmar Wagner pflichtete bei: „Wir haben in unserer Gesellschaft einfach eine zunehmende Grundbelastung. Es bräuchte einen neuen Gesellschaftsentwurf für eine großzügigere, mitmenschlichere Gesellschaft.“. Der Abgeordnete dankte für das offene Gespräch und bekräftigte den Appell:„ Ich wünsche mir Entlastung für

Familien. Wir in der Politik müssen versuchen, der gesellschaftlichen Entwicklung zum Hamsterrad etwas entgegenzusetzen. Nicht nur Frauen reiben sich im Spagat zwischen Beruf und Kindererziehung oft auf. Wir brauchen endlich mehr Kitas, damit die Frage des Platzes kein Damoklesschwert ist, das über jungen Familien hängt. Dazu sollte die Bildung und Erziehung von der Kita bis zum Meister kostenfrei sein, damit wäre schon eine direkte finanzielle Erleichterung für alle Familien geschaffen. Das Integrationshindernis Betreuungsgeld halte ich dagegen für falsch.“ Abschließend erwähnte Albert Meindl, dass man auch neue Schwerpunkte setzen müsse, wie der Ausbau der Medienkompetenz bei Kindern und Eltern: „Die Zwiesprache mit dem Kind leidet erheblich, wenn das Elternteil nicht das Kind sondern das Smartphone anschaut. Eine Smombie-Mutter ist in der Auswirkung vergleichbar mit einer depressiven Mutter.“

 
 

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Christian Flisek, MdB

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