Seit zehn Jahren keine Investition in geförderten Studierendenwohnraum

Veröffentlicht am 10.10.2017 in Presse

MdL Roos: Bemühungen intensivieren und private Bauherren motivieren

Das Wintersemester 2017/18 hat begonnen und wieder meldet die Universität Passau eine Rekordzahl: 12.581 Studierende sind derzeit an der Hochschule eingeschrieben. Für die Studentinnen und Studenten wird es erneut enger – nicht nur in den Hörsälen. „Der Wohnungsmarkt steht weiter vor großen Herausforderungen. Wer in unmittelbarer Nähe zur Uni eine Unterkunft erhält, kann sich glücklich schätzen. Auch die entfernteren Stadtteile wie Neustift und Heining werden von immer mehr Studierenden bevölkert.“, schildert der Landtagsabgeordnete MdL Bernhard Roos die Situation. Vor allem geförderter Wohnraum sei in Passau Mangelware, so Roos.

Laut mehrerer Anfragen seitens der SPD-Landtagsfraktion ist die Zahl der geförderten Wohnungen für Studierende mit 1000 in den letzten fünf Jahren annähernd konstant geblieben. Investitionen zur Wohnraumförderung gab es seit 2007 keine. Roos fordert, die Bemühungen des Studentenwerks Niederbayern/Oberpfalz und des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr zu intensivieren. „Ich möchte das Engagement an dieser Stelle nicht kleinreden!“, betont der Abgeordnete, denn der Wunsch, geförderte Wohnplätze in Passau zu schaffen, ist von beiden Seiten offenkundig vorhanden. Jedoch müsse verstärkt nach außen kommuniziert und Anreize geschaffen werden, dass auch private Bauherren entsprechende Anträge auf Förderung stellen.

Die Fördervoraussetzungen sind ein nachhaltiger Bedarf am Hochschulstandort sowie eine verkehrsgünstige Lage zur Hochschule. Gefördert werden vorwiegend Einzelapartments mit Kleinküche und Sanitärzelle oder Wohngruppen mit bis zu acht Individualräumen.