„Unverzichtbares Engagement für die Gesellschaft anerkennen“

Veröffentlicht am 20.07.2017 in Presse

MdL Roos mit Ehrenamtlichen des Passauer Frauenhauses bei Sommerempfang Schleißheim

Zum diesjährigen Sommerempfang des Bayerischen Landtags lud SPD-Abgeordneter Bernhard Roos vier ehrenamtliche Mitarbeiterinnen des Passauer Frauenhauses ein. Vor prächtiger Kulisse fand der Empfang traditionell im Neuen Schloss Schleißheim bei München statt. Neben Politikern, gesellschaftlichen Akteuren und bayerischen Prominenten sind auf Einladung der jeweiligen Abgeordneten jedes Jahr auch Bürgerinnen und Bürger des Freistaats dabei. „Damit hat man als Abgeordneter die Möglichkeit, Menschen im Heimatkreis für ihr Engagement zu würdigen und Anerkennung zu zeigen“, so MdL Roos, „unsere Gesellschaft fußt maßgeblich auf ehrenamtlicher Arbeit. Umso wichtiger ist es für mich, diese Arbeit nach Möglichkeit herauszustellen“, erläutert der Abgeordnete den Hintergrund der Einladung.

Ehrenamtliches Engagement verändere eine Gesellschaft sichtlich zum Besseren, die Akteure blieben aber häufig unsichtbar im Hintergrund. Natürlich sei ein festlicher Sommerempfang nur eine kleine Geste und keinesfalls als fairen Ausgleich zu sehen. „Noch lieber wäre vielen Ehrenamtlichen eine bessere Finanzierung ihrer Projekte“, betont Roos, „das trifft auch auf das Passauer Frauenhaus zu.“ Gewalt an Frauen ist ein dauerhaftes Problem, dass quer durch alle Schichten und Altersgruppen vorkommt. Frauenhäuser sind die einzigen Einrichtungen, die Frauen und ihren Kindern Schutz und Unterkunft zu jeder Tages- und Nachtzeit bieten. Sie können sogar Leben retten. Leider gibt es in Bayern nur 367 Plätze in 40 Frauenhäusern, viele Häuser müssen deshalb immer wieder Frauen abweisen, weil es keine freien Plätze gibt. Die CSU hat Forderungen zu einer besseren staatlichen Förderung bisher ignoriert. „Wir haben lange für die Finanzierung eines Neubaus für Passau gekämpft“, so die Vorsitzende des Frauenhauses, Hildegard Stolper, „Letztendlich haben wir ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen einen Großteil durch Spenden und andere Aktivitäten wie Flohmärkte, Bildversteigerungen und weitere Aktionen gesammelt. Deshalb können wir im Herbst endlich eine neue Zufluchtsstätte für Frauen und Kinder in Passau einweihen, worauf wir sehr stolz sind.“