Integrationsangebote nicht verwehren

Veröffentlicht am 07.02.2018 in Presse

MdL Roos: Fehlende Bleibeperspektive ist kein Ausschlussgrund

Nur mit „guter Bleibeperspektive“ dürfen Asylbewerber in Deutschland an Sprachkursen und anderen Integrationsangeboten teilnehmen. Diese Regelung widerspricht den Ansichten des SPD-Landtagsabgeordneten Bernhard Roos.

„Eine gute Bleibeperspektive wird nach Herkunftsland zugesprochen.“, erklärt Roos. „Das Asylverfahren entscheidet dagegen im Einzelfall und nicht allein nach Herkunftsland. Die Integration für diejenigen, die aus einem vermeintlich sicheren Herkunftsland kommen, aber dennoch in Deutschland Asyl erhalten, wird durch diese Handhabung verzögert.“ Zudem schüre diese Zwei-Klassen-Integration Vorurteile gegenüber allen Asylbewerbern, sie hätten keinen Willen zur Integration, würden nichts tun und seien faul. „Im Gegenteil wären viele Flüchtlinge dankbar, dem Land, das sie aufgenommen hat, etwas zurückzugeben und zu arbeiten.“, so Roos. Dafür brauche es aber Integrationskurse, die allen Asylbewerbern offen stehen. Schließlich könne Deutschland einen entscheidenden Beitrag zum Wiederaufbau und der Entwicklung der Herkunftsländer leisten, wenn Integrationskurse und Arbeit ermöglicht werden. Schließlich sieht der Landtagsabgeordnete eine Verletzung der Menschenrechte, die jedem Individuum die gleichen Rechte zuspricht und eine Diskriminierung aufgrund von politischer, rechtlicher oder internationaler Stellung des Heimatlandes verbietet.

Abschließend weist Roos die Forderung von Sozialministerin und Vorsitzende der bundesweiten Integrationsministerkonferenz Emilia Müller Anfang Oktober vergangenen Jahres zurück, das Integrationsangebot einzuschränken. Das sei weder im Sinne der Enquete-Kommission noch im Sinne der zahlreichen Helferkreise wie beispielsweise in Pocking, Ruhstorf an der Rott, Vilshofen oder Wegscheid, für deren ehrenamtlichen und unermüdlichen Einsatz sich Roos erneut bedankt.

 
 

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