Schulabriss ist keine Option für Unierweiterung!

Veröffentlicht am 01.10.2018 in Presse

MdL Roos kritisiert Vorstoß der Passauer CSU

Eine medizinische Fakultät für die Universität Passau – ja. Dafür ein intaktes Schulgebäude abreißen – nein. Diese Position hat MdL Bernhard Roos kürzlich deutlich gemacht. Er reagiert damit auf den Vorstoß der Passauer CSU, das Adalbert-Stifter-Gymnasium abzureißen, um dort die medizinische Sparte der Universität aufzubauen.
„Ich stehe hinter dem Vorhaben, die Uni zu erweitern. Aber das darf nicht zu Lasten anderer Fakultäten oder Bildungseinrichtungen geschehen.“, stellt Roos klar. Der SPD-Politiker bezeichnet den Vorstoß als „völligen Nonsens“. Schließlich sei die Schule gut in Schuss. „Erst kürzlich wurde aus Bundesmitteln im Rahmen des Investitionsprogramms Zukunft Bildung und Betreuung (IZBB) ein neuer Flügel angebaut und das ASG zu einer Ganztagsschule erweitert.“, erklärt der Landtagsabgeordnete.

Auch die Stadt investiere laufend in die Schule. Zudem soll dort ein Digitalisierungszentrum entstehen. Mit dem Abriss der Schule stoße man den Steuerzahler vor den Kopf. „Das ASG ist Betongold. Da steckt Geld und Energie drin. Lieber sollte man für die Universitätserweiterung einen anderen Platz finden, als ‘meine‘ Schule abzureißen!“, so Roos, der selbst Schüler des Adalbert-Stifter-Gymnasiums war.

Wie so oft gehe die Grundidee, die Uni um eine medizinische Fakultät zu erweitern, in die richtige Richtung. Allerdings dürfe man nicht mit der Abrissbirne vorgehen, meint der Abgeordnete abschließend. Ein solches Vorhaben brauche Zeit und dürfe nicht überstürzt werden – auch nicht in Zeiten des Wahlkampfs.