10.07.2018 in Presse

Mit Feuereifer zu neuem Ausbildungsberuf

 

Bernhard Roos (SPD) und Dr. Christof Prechtl (vbw) zu Besuch bei Knaus Tabbert

Die Anzahl an Berufen verdichten und Berufe ohne branchenübergreifende Kompetenzen (sog. Monoberufe) abschaffen – so soll laut Politik die Attraktivität von Ausbildungsberufen gestärkt werden. Eine Gegenbewegung formiert sich seit einiger Zeit in Jandelsbrunn: Knaus Tabbert, der Hersteller von Caravan- und Freizeitmobilen, möchte gemeinsam mit dem Caravaning Industrie Verband (CIVD) sowie Kooperationspartnern und Branchenunternehmen einen neuen Ausbildungsberuf etablieren. Im Gespräch mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Bernhard Roos und dem Leiter der Abteilung Bildung und Integration des Verbands der Bayerischen Wirtschaft (vbw) Dr. Christof Prechtl haben die Initiatoren ihre aktuellen Pläne vorgestellt und diskutiert.

Geschäftsführer Werner Vaterl, Betriebsratsvorsitzender Anton Autengruber und Leiter der Aus- und Weiterbildung Johannes Haidn zeigten sich dankbar für die Gelegenheit, die Chancen für den neuen Ausbildungsberuf zu eruieren. Nach einem kurzen Überblick über die Firmengeschichte und die aktuellen Umsatz- und Verkaufszahlen durch Geschäftsführer Werner Vaterl erörterte Johannes Haidn die Pläne für das neue Berufsbild: „Alle Kompetenzen aus Produktion und Handel, die für das intensive Verständnis für Caravan- und Freizeitmobile nötig sind, werden in einer dreijährigen Ausbildung kombiniert.“ Roos gab zu bedenken, dass ein neuer Ausbildungsberuf möglichst breit aufgestellt werden muss, um anerkannt zu werden. „Eine Ausbildung muss auch in anderen Branchen verwertbar sein. Wer drei Jahre in die Ausbildung investiert, will sich bei einem Umzug oder Branchenwechsel nicht neu orientieren müssen.“, so der SPD-Abgeordnete. Haidn erklärt: „Die Azubis könnten ebenso bei anderen Sonderfahrzeugen im Rettungswesen, Feuerwehr oder weiteren Sonderaufbauten eingesetzt werden.“

Vorerst sei es wichtig – so Werner Vaterl – eine breite Basis aufzubauen: „Je mehr Vorarbeit wir leisten, desto einfacher ist es für die Kommission in Berlin zu entscheiden. Am schlimmsten wäre es für uns, in eine Endlosschleife zu verfallen, weil Unterlagen fehlen.“ Um dem vorzubeugen, bot MdL Bernhard Roos an, ein weiteres Gespräch mit IG-Metall-Kollegen Reinhard Böckl zu initiieren, der aus gesundheitlichen Gründen verhindert war und der versiert in den Abläufen und Bestimmungen bei der Gründung eines neuen Berufsbildes sei.

Um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken, bildet Knaus Tabbert seine Fachkräfte selbst aus. Aktuell beschäftigt das Unternehmen Knaus Tabbert 60 Auszubildende. Der neue Ausbildungsberuf soll im Kampf gegen den Fachkräftemangel helfen und so insbesondere im Handel oder in Servicewerkstätten kompetente Mitarbeiter etablieren.

03.07.2018 in Presse

„Künstliche Intelligenz sollte man nicht unterschätzen“

 

Professor Rehbein, Lehrstuhlinhaber für Digital Humanities der Universität Passau im Gespräch mit MdL Roos

Professor Malte Rehbein begrüßte MdL Roos an seinem Lehrstuhl im Hans-Kapfinger-Gebäude in der Passauer Innenstadt und stellte sein wissenschaftliches Forschungsgebiet vor: „Ich kombiniere in meiner Arbeit Geisteswissenschaften und Informatik.“

  


Rehbein interessierte sich schon früh für Informatik, studierte aber Geschichtswissenschaften und Mathematik erstmal separat, da die Kombination damals noch in den Kinderschuhen steckte. Als wissenschaftliche Hilfskraft am Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen beschäftigte er sich mit historischer Fachinformatik, was schlussendlich zu seiner Profession wurde. Das Ziel der „Digital Humanities“ liegt in der Frage, inwiefern Technik die Geisteswissenschaften unterstützen kann. Dabei spielt bei der Geschichtswissenschaft die Digitalisierung historischer Schriften und Artefakte eine große Rolle. Dafür ist am Lehrstuhl ein eigenes Labor eingerichtet, in welchem neueste Technik von Studenten und Wissenschaftlern zur digitalen Erschließung genutzt wird.

03.07.2018 in Presse

Kinder mit Migrationshintergrund an Grundschulen

 

MdL Roos: Mittel für Lehrerfortbildungen erhöhen

Während sich die Bundespolitik mit der Frage nach Abschiebezentren an der deutsch-österreichischen Grenze beschäftigt, stellt sich MdL Bernhard Roos die Frage nach der aktuellen Situation an Grundschulen. Eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion liefert Grund zur Sorge um die Bildungsqualität für Menschen mit Migrationshintergrund.

Innerhalb von drei Jahren hat sich die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund an Grundschulen im Landkreis Freyung-Grafenau mehr als verdoppelt – von 66 im Schuljahr 2013/2014 auf 135 im Schuljahr 2016/2017. Im Landkreis Passau waren es 341 im Schuljahr 2013/2014 und 690 im Schuljahr 2016/2017. Für den Landkreis Rottal-Inn meldet der Abgeordnete eine Steigerung um mehr als die Hälfte - von 421 im Schuljahr 2013/2014 auf 658 im Schuljahr 2016/17. Vor allem aus Ländern wie Afghanistan, Irak und Syrien stammen immer mehr Kinder. Roos freut sich über den Zuwachs an Kulturen, gibt aber zu bedenken, dass hier besonderer Förderbedarf besteht. Kurse für Deutsch als Zweitsprache seien zwingend erforderlich und dafür brauche es ausgebildete Lehrkräfte. „Der Staat muss die Fördermittel in diesem Bereich deutlich erhöhen.“, fordert der SPD-Politiker. Nur so könne die Integration der jungen Menschen nachhaltig funktionieren.

02.07.2018 in Presse

Mangelnde Digitalisierung an Schulen

 

MdL Roos: Schulen zukunftsfähig machen!

Nicht weniger als 100 Mbit/s sollte die Internetgeschwindigkeit in Schulen idealerweise betragen – so die Empfehlung des Bildungsministeriums in seinem Positionspapier 2017. Diese Anforderung erfüllen derzeit gerade einmal 2,4 Prozent der staatlichen und städtischen Schulen in Niederbayern (Bayern: 3,6 Prozent). Das geht aus einer Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervor. Der Passauer Abgeordnete Bernhard Roos sieht darin ein klares Indiz für den mangelhaften Breitbandausbau in Bayern und für die fehlende Bildung hinsichtlich Digitalisierung.
Fast drei Viertel der niederbayerischen Schulen müssen mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von maximal 16 Mbit/s Vorlieb nehmen, etwa ein Viertel sogar mit einer Geschwindigkeit von unter 9 Mbit/s. „Das ist inakzeptabel!“, kritisiert MdL Roos, „Schlechte Internetverbindungen erschweren Lehrerinnen und Lehrern die Nutzung von digitaler Hilfs- und Verwaltungssoftware, wie beispielsweise die mebis-Mediathek. Gleichzeitig können Schülerinnen und Schüler nicht schon in frühen Jahren den verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet erlernen.“ Roos sieht hier die Staatsregierung in der Pflicht, für entsprechende Bandbreiten zu sorgen und Anträge von Kommunen rascher zu bearbeiten.

27.06.2018 in Presse

Rund 150.000 Euro für niederbayerische Bildungsprojekte

 

MdL Roos informiert über aktuellen Beschluss des Bayerischen Landtags

Der Bayerische Landtag hat zwei Bildungsprojekte aus dem Regierungsbezirk Niederbayern bei der Vergabe der Fördermittel aus dem staatlichen Kulturfonds 2017 bedacht. Dies teilt MdL Bernhard Roos aktuell aus München mit.

Insgesamt erhält Niederbayern 146.600 Euro für Projekte im Bereich Bildung. Die Fördersumme für den Regierungsbezirk hat sich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. „Mit rund 21,0 Prozent der Gesamtfördersumme steht unsere Region überdurchschnittlich gut da.“, meint Roos. Besonders erfreut ist der Abgeordnete über die Bezuschussung von Projekten in seinem Betreuungsgebiet. So erhält der Verein Jazzfest Passau e.V. einen Zuschuss in Höhe von 35.000 Euro für sein Jazzprojekt „Die swingende Schule“. Bereits im Vorjahr bewilligt wurde die Förderung der Athanor Fachakademie für darstellende Kunst in Passau in Höhe von 45.400 Euro für die Projektzusammenarbeit mit Schulen. „Gerade in jungen Jahren muss das Bewusstsein für Kunst und Kultur gefördert werden. Der Kulturfonds setzt hier mit seiner Vergabe an der richtigen Stelle an – nämlich direkt bei den Schulen.“, freut sich Roos.

Insgesamt werden mit dem heutigen Beschluss bayernweit aus dem Kulturfonds (Bereich Bildung) 37 Projekte mit 698.554 Euro im Jahr 2018 und weiteren 35.700 Euro in 2019 gefördert. Aus dem Kulturfonds (Bereich Bildung) stehen grundsätzlich Gelder für Maßnahmen im Bereich der Erwachsenenbildung und kirchlichen Bildungsarbeit, des Internationalen Ideenaustauschs sowie sonstiger kultureller Veranstaltungen und Projekte zur Verfügung.

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